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Hand aufs Herz: Was uns 2026 in der Personalentwicklung wirklich bewegt

In diesem Jahr blicken wir zurück auf 50 Jahre Erfahrung beim ime. Das ist kein Grund für eine feierliche Urkunde an der Wand, sondern vor allem ein geschärfter Blick für das Wesentliche.

Denn 2026 merken wir im Mittelstand deutlicher denn je: Wir können nicht mehr alles so machen wie früher, nur weil es mal funktioniert hat. Die Welt dreht sich schneller, und wir müssen zusehen, dass wir unsere Leute nicht nur mitnehmen, sondern auch stärken.

Daher hier unser Praxisblick darauf, womit sich Personalentwicklung und Führung 2026 beschäftigen.


1. KI: Vom „Rumspielen“ zum echten Werkzeug

Mal ehrlich: ChatGPT und Co. hat mittlerweile jeder mal ausprobiert. Aber der große Quantensprung? Der blieb oft aus, weil wir die Tools einfach in den Raum geworfen haben, ohne Plan.

2026 geht es nicht um die nächste tolle App, sondern darum, wie wir KI sinnvoll in den Arbeitsalltag einbauen. Wer versteht, wie man die Technik als Assistent nutzt, gewinnt Zeit. Wer nur zuschaut, verliert den Anschluss. Führungskräfte müssen hier entscheiden: Was macht die Maschine, und wo bleibt der Mensch unverzichtbar?


2. Networking: Der Kaffeeautomat ist wichtiger als die Cloud

Nach den Jahren im Homeoffice merken wir: Der soziale Kitt bröckelt. Wir brauchen wieder echte Begegnungen. Nicht, weil wir nostalgisch sind, sondern weil die besten Ideen eben nicht im Zoom-Call entstehen, sondern in der Kaffeepause oder beim gemeinsamen Mittagessen.

Weiterbildung 2026 heißt für mich: Wir schaffen Räume, in denen sich die Kollegen wieder echt in die Augen schauen und voneinander lernen können. Digital ist super für die Effizienz, aber Vertrauen entsteht offline.


3. Wer hat eigentlich noch Bock auf Führung?

Das ist die Gretchenfrage. Die klassische Karriereleiter mit „Viel Verantwortung, wenig Freizeit und ständigem Druck von oben“ lockt kaum noch jemanden hinterm Ofen vor.

Wir müssen Führung neu denken: Weg vom Status, hin zur Funktion. Verantwortung übernehmen in Projekten, auch ohne Vorgesetzten-Titel.

Wir müssen das Thema Führung wieder attraktiv machen, sonst gehen uns die Leute aus, die den Laden steuern wollen.


4. Die Karriereleiter hat ausgedient

Vergesst den linearen Lebenslauf. Heute ist Entwicklung eher wie ein Klettergarten: mal zur Seite, mal ein Stück zurück, dann wieder hoch. Upskilling ist das Zauberwort. Wir fördern Talente heute in temporären Rollen oder fachübergreifenden Projekten. Das macht unser Unternehmen flexibler und die Leute zufriedener, weil sie sich ausprobieren können, ohne direkt das ganze Organigramm sprengen zu müssen.


5. Achtung, Akku leer: Change-Müdigkeit ernst nehmen

Wir müssen aufpassen. Die letzten Jahre waren ein Dauerlauf im Krisenmodus. Besonders das mittlere Management ist oft am Limit. Change-Müdigkeit ist kein Gejammer, sondern ein ernstes Warnsignal. 2026 ist das Jahr, in dem wir mentale Gesundheit und Belastbarkeit zur Chefsache machen müssen. Nicht als nettes Wellness-Angebot, sondern als knallharten Faktor für unsere Produktivität. Wer ausgebrannt ist, kann nichts verändern.


6. Sparen, aber mit Köpfchen: Schluss mit der Gießkanne

Machen wir uns nichts vor: Die wirtschaftliche Lage ist gerade kein Wunschkonzert. Wenn der Gürtel enger geschnallt werden muss, landet das Budget für die Personalentwicklung oft als Erstes auf dem Prüfstand.

Aber einfach nur den Rotstift ansetzen, ist zu kurz gedacht. 2026 heißt die Devise: Weg vom Gießkannen-Prinzip, bei dem jeder mal ein bisschen Seminar-Luft schnuppern darf, „weil es im Budget steht“.

Wir schauen uns heute ganz genau an, was das Business gerade wirklich braucht, um die PS auf die Straße zu bringen. Investiert wird da, wo es brennt und wo es uns als Firma echt weiterbringt. Weniger „Nice-to-have“, mehr Fokus auf das, was uns direkt heute und morgen hilft.


Und was heißt das jetzt für uns?

2026 wird kein Selbstläufer. Wir müssen lernen, mit der Erschöpfung umzugehen und gleichzeitig die Ärmel für die Digitalisierung hochzukrempeln. 50 Jahre ime haben uns eines gelehrt: Kompetenzen für bewegte Zeiten entwickeln sich nicht von allein


Lust auf einen ehrlichen Austausch?

Wenn Sie wissen wollen, wie wir Ihre Führungsmannschaft oder die Personalentwicklung fit für dieses Jahr machen, ganz ohne Berater-Sprech, sondern praxisnah: Melden Sie sich einfach. Wir schauen uns das gemeinsam an.

Autor: Stephan Labrenz

Möglichkeit zur Vernetzung:
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