Plötzlich Führungskraft im eigenen Team
Eine Mitarbeiterin eines mittelständischen Unternehmens wurde zur Teamleiterin ihres bisherigen Teams befördert. Mit der neuen Führungsrolle änderten sich auch die Erwartungen an sie. Entscheidungen treffen, Aufgaben delegieren und kritische Gespräche führen gehörten nun zu ihrem Arbeitsalltag.
Besonders herausfordernd war der Rollenwechsel. Viele ihrer Mitarbeitenden waren zuvor Kolleginnen und Kollegen auf Augenhöhe. Aus Sorge, zu streng oder unnahbar zu wirken, sprach sie Probleme häufig nicht direkt an. Aufgaben wurden verspätet erledigt, Vereinbarungen nicht konsequent eingehalten und notwendige Rückmeldungen blieben aus.
Klar führen, ohne Nähe zu verlieren
Die neue Führungskraft wollte lernen, ihre Rolle sicher auszufüllen, klare Erwartungen zu formulieren und auch schwierige Gespräche wertschätzend und konsequent zu führen.
Ihr Ziel war es, sich als Führungskraft souverän durchzusetzen, ohne dabei die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team zu gefährden.
Reflektieren, vorbereiten, erproben
Zu Beginn reflektierten wir gemeinsam den Rollenwechsel und die damit verbundenen Herausforderungen. Dabei wurde deutlich, wie sich eine klare und wertschätzende Führung mit einer guten Zusammenarbeit im Team verbinden lässt.
Anschließend bereiteten wir typische Führungssituationen und kritische Mitarbeitergespräche praxisnah vor. In Gesprächsübungen trainierte die Teilnehmerin, klare Botschaften zu formulieren, konstruktives Feedback zu geben und auch in anspruchsvollen Situationen ruhig und souverän zu bleiben. Auf Wunsch können solche Übungen durch Videoaufzeichnungen ergänzt werden, um das eigene Kommunikationsverhalten noch gezielter weiterzuentwickeln.
Mehr Sicherheit. Mehr Klarheit. Mehr Verbindlichkeit.
Mit zunehmender Übung gewann die Teilnehmerin spürbar an Sicherheit. Sie führte Gespräche klarer und konsequenter, formulierte Erwartungen verständlich und sprach Probleme frühzeitig an.
Dadurch verbesserten sich die Zusammenarbeit im Team, die Verbindlichkeit bei Absprachen und ihre Akzeptanz als Führungskraft. Sie erkannte, dass wertschätzende Kommunikation und Durchsetzungsfähigkeit keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig stärken.










