Fünf Fragesteller, die Ihnen in Ihrer Präsentation begegnen können

Sie haben ihre Präsentation intensiv vorbereitet, mehrmals durchgesprochen und fühlen sich eigentlich bereit für Ihren Auftritt vor Kollegen. Wenn da nicht so ein unterschwelliges Angstgefühl vor möglichen Fragen wäre. Im Blog stellen wir heute fünf Fragesteller vor und zeigen, wie sie souverän mit ihnen umgehen können.

 

Fragen gehören dazu und sind grundsätzlich positiv zu bewerten

Für viele Menschen stellen Zwischenfragen einen Unsicherheitsfaktor im Vortrag dar. Dabei können Sie als Redner aus Zuhörerfragen nur lernen. Sollten Sie einmal in einer vergleichbaren Situation sein, interpretieren Sie die Frage als Zeichen für das bestehende Interesse an Ihrem Vortrag. In den meisten Fällen benötigt der Fragesteller einfach nur zusätzliche Information, um Ihnen zu folgen. Zwischenfragen können Ihnen wertvolle Informationen darüber geben, welche Aspkete Ihres Vortrags nicht genau genug waren. Daraus können sie für die Vorbereitung weiterer Präsentationen wichtige Rückschlüsse ziehen.

 

Fragesteller, die Sie kennen sollten, um souverän auf sie zu reagieren

Nachfragen gehören zu Vorträgen und Präsentationen dazu. Sie können sie nicht verhindern oder gar übergehen, auch wenn Sie Ihnen noch so irrelevant vorkommen sollten. Jede Frage hat es verdient, dass Sie die Wortmeldung in die Präsentation einbeziehen. Unangenehm kann es nur werden, wenn Sie sich im Voraus keine Handlungsoptionen überlegt haben, wie Sie auf mögliche Zwischenfragen eingehen.

 

Der Skeptiker

fDer skeptische FragestellerDieser Fragetyp tritt oft in Entscheidungssituationen auf und zeigt Ihnen, dass er noch nicht von Ihrer Argumentation überzeugt ist. Stellen Sie den Einwand zurück, indem Sie Ihrer Antwort drei Vorteile voranstellen, die den Einwand aufwiegen.

„Bedenken Sie, dass Sie mit dem Produkt … Dafür ist der Preis von … Euro gerechtfertigt, meinen Sie nicht auch?“

 

Der Angeber

Der Angeber-FragestellerManche Fragesteller wollen öffentlich zeigen, dass sie im Vortragsthema wirklich gut informiert sind. Erkennen Sie das Fachwissen des Fragers an und teilen Sie ihm das auch mit. Schlagen Sie dann aber einen Bogen zu Ihrem Wissen. Ergänzen Sie den Hörerbeitrag mit eigenen Erkenntnissen oder fassen Sie ihn pointiert zusammen.

„Vielen Dank für den interessanten Beitrag, in dem Sie richtig festhalten, dass … Ergänzen möchte ich noch folgendes …“

 

Der Prüfer

Der prüfende FragestellerDieser Zwischenfrager hat Ihren Vortrag gespannt verfolgt. Möglicherweise hat er sich auch schon einmal mit dem Thema beschäftigt und ist an einem Gedankenaustausch interessiert. Seine Fragen sind meist sehr spezifisch. Wissen Sie keine Antwort, versuchen Sie nicht darüber hinwegzugehen, entschuldigen Sie aber auch nicht die eigene Unwissenheit. Versprechen Sie dem Frager, dass Sie die Antwort nachreichen. Tauschen Sie zum Beispiel Ihre Kontaktdaten aus, indem Sie Ihm anbieten nach dem Vortrag noch einmal zusammenzukommen. Alternativ können Sie die Frage auch an einen Kollegen oder das versammelte Publikum weitergeben.

„Das ist eine thematisch wirklich tiefgehende Frage, die ich jetzt nicht umfassend beantworten kann. Ich möchte Ihnen die Antwort aber gern nachreichen…“

 

Der Herausforderer

Der herausfordernde FragestellerDieser Fragersteller hat eigentlich gar keine Frage, sondern möchte sich mit einem Kommentar, der auf einer meist gegenteiligen Argumentation aufbaut, vor Publikum profilieren. Im Gegensatz zum Angeber sucht er keine Bestätigung, sondern will sich auf Ihre Kosten als Experte im Themengebiet platzieren. Auch wenn es schwerfällt, bleiben Sie sachlich. Zeigen Sie die Vorteile Ihrer Argumentation auf.

„Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner Annahme aus folgenden Gründen richtig liege…“

 

Der Angreifer

Der angreifende FragestellerDieser Fragesteller stellt Ihre Präsentation grundlegend in Frage. Unterdrücken Sie den ersten Impuls emotional auf seine Einwände zu reagieren. Bitten Sie den Fragesteller seine Anmerkung weiter auszuführen und zu verdeutlichen. Vielleicht haben Sie ihn im ersten Moment einfach nur missverstanden. Sehen Sie sich nicht in der Lage, die Frage auf der Sachebene zu erörtern, können Sie den Punkt zur allgemeinen Diskussion stellen.

„Habe ich Sie richtig verstanden, wenn Sie behaupten, dass …“

 

Standen Sie in einer Ihrer Präsentationen schon einmal einem solchen Fragesteller gegenüber? Wie haben Sie reagiert? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

Kommentare

  1. Wichtig ist, dass man Fragen während eines Vortrages als Bereicherung sieht. Mit Fragen wird der Vortrag mit Leben gefüllt. Eine gewisse Portion Spontanität, Selbstbewusstsein und Schlagfertigkeit sind natürlich gefragt. Kennt man sich in seinem Thema jedoch perfekt aus, sollten auch unangenehme Fragen kein Problem sein. Nicht verunsichern lassen und schon gar nicht persönlich nehmen….

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