Kreativität auf Knopfdruck? Fünf erfolgreiche Methoden zur Ideenfindung

Kreativitätstechniken unterstützen Sie dabei, Ideen für Marketing-Kampagnen, Produkte oder Dienstleistungen zu produzieren. Sie können auch dafür eingesetzt werden, generierte Ideen im Nachgang unter verschiedenen Gesichtspunkten noch einmal zu betrachten und zu bewerten. Wir stellen Ihnen heute einmal fünf Methoden vor, mit denen Sie Ihre Kreativität stimulieren können und allein oder im Team effizienter zu Ergebnissen kommen.

 

Methode 1 – Der Regelbrecher

Schauen Sie sich einmal ihr Business an und stellen Sie sich folgende Frage: Gibt es ungeschriebene Regeln, denen die Marktteilnehmer bewusst oder unbewusst folgen? Wenn dies der Fall sein sollte, dann ist das eine gute Möglichkeit für Sie, dagegen zu verstoßen und mit einer kreativen und überraschenden Idee für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Beispiel: „Eis wird nur im Sommer verzehrt“. Inzwischen gibt es eine Reihe von Eissorten die speziell nur im Winter angeboten werden.

 

Methode 2 – Der Kopfstand

Oft ist es einfacher, negative Ideen zu entwickeln als Ansätze zur Problemlösung. Die Kopfstand-Methode setzt in vier Schritten auf diesen Effekt.

  • Stellen Sie klar, welches Problem bearbeitet werden soll.
  • Dann bilden Sie das Gegenteil dazu und halten es für alle schriftlich fest.
  • Im Team sammeln Sie jetzt Ideen zu dieser Fragestellung.
  • Im Anschluss schauen Sie sich diese Ideen an, bilden wiederum davon das Gegenteil und generieren so Lösungsansätze für Ihr Ausgangsproblem.

 

Beispiel: Ausgangsfrage: ‘Wie kann das Arbeitsklima in der Abteilung X verbessert werden?’ Diese Frage wird ‘auf den Kopf gestellt’ und lautet jetzt ‘Was müssen wir tun, damit sich alle Mitarbeiter unserer Abteilung schlecht fühlen?’

 

Methode 3 – Die Wiedergeburt

Nicht alles, was alt ist, muss automatisch überholt sein. Die Denkfrage bei dieser Strategie lautet: „Wie hat man das früher gelöst?“ und kann diese Lösung nicht in abgewandelter Form wieder genutzt werden?

 

Beispiel: Als Flugzeuge die Luftschiffe ablösten, sah man in den Luftfahrtgeräten allenfalls noch fernsteuerbare Werbeträger. Durch Klimawandel und die wachsende Mobilitätsrate der Weltbevölkerung werden sie durchaus wieder als umweltschonende Transportmittel für Lasten und Personen in Betracht gezogen.

 

Methode 4 – Das Worst-Case-Szenario

Manchmal gehen Menschen Probleme und Lösungen nicht an, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben oder den Umfang der Aufgabe als zu groß einschätzen. Hier hilft die Worst-Case-Szenario-Methode. Sammeln Sie und beteiligte Kollegen Antworten auf die Frage: „Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“ Bei dieser Methoden gewinnen Sie sogar doppelt: Durch das Aussprechen der Ängste, werden diese durch die Einwände der Kollegen entkräftet. Gleichzeitig können Lösungsvorschläge erarbeitet werden. In vielen Fällen stellt sich heraus, dass der Worst Case gar nicht so schlimm ist. Alle Beteiligten gehen mit mehr Zuversicht an die Lösung.

 

Methode 5 – Die erzwungene Beziehung – Forced-Relationship

Menschliche Denkprozesse folgen eingefahrenen Bahnen. Mit der Forced-Relationship-Methode können Sie diese Bahnen verlassen. Bilden Sie zunächst einen Oberbegriff für das zu lösende Problem und sammeln Sie in einem zweiten Schritt Substantive, die nichts mit dem zu lösenden Problem zu tun haben. Wählen Sie eine Begriffskombination aus. Ausgehend von dieser Wortverküpfung generieren Sie thematisch passende Begrifflichkeiten.

 

Beispiel: Sie wollen ein Event organisieren und suchen ein Motto. „Kundenveranstaltung“ könnte in diesem Fall der Oberbegriff sein. Die Substantive für die Begriffskombination können unterschiedlichster Natur sein, z.B. Ozean, Zwerg, Internet… Aus dem Begriffspaar Kundenveranstaltung-Ozean lassen sich neue Ideen entwickeln: Strandparty, Schiffahrt, Weltreise, … Die Methode ist am effektivsten, wenn möglichst viele Begriffskombinationen durchgespielt werden.

 

Welche Methoden kennen und nutzen Sie, um Denkblockaden zu lösen? Posten Sie doch Ihren persönlichen Tipp als Kommentar.

Hinweis in eigener Sache

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