Sieben Fragen an unseren neuen Kollegen Stephan Labrenz

Mit Stephan Labrenz verstärken wir unser Trainings-Know-How in den Bereichen Kommunikation, Führung, Persönlichkeits- und Teamentwicklung. Stephan wird für das ime als Trainer in Offenen Seminaren eingesetzt sowie im inhouse-Team Entwicklungsprogramme und Weiterbildungsmaßnahmen konzipieren und durchführen.

 

Weshalb hast du Psychologie studiert?

Das Interesse am Menschen, vor allem im Kontext von Organisationen hat mich zur Psychologie geführt. Nach dem Abitur habe ich erste Berufserfahrungen im Vertrieb sammeln können und bin so mit den Grundlagen der Kommunikations- und Verkaufspsychologie in Berührung gekommen. Mir war damals sofort klar, dass ich unbedingt tiefer in diese Themen einsteigen wollte. Nichtsdestotrotz wollte ich nicht zu fachspezifisch studieren und mir weitere berufliche Wege offen halten. Das thematisch unglaublich breit aufgestellte Studium der Psychologie hat mich deshalb total gereizt.

 

Wieso bist du Trainer?

Als Trainer habe ich die Möglichkeit, die Essenz psychologischer Tätigkeiten auszuüben. In meiner Arbeit versuche ich die Gedanken, Gefühle und Handlungen des Menschen zu verstehen und vorherzusagen, um dann gemeinsam Handlungsoptionen zu erarbeiten, die das Leben einfacher machen. Somit kann ich einen Teil dazu beitragen, dass Menschen ihre beruflichen und privaten Ziele erreichen und sich dabei auch noch wohl fühlen.

 

Warum Osnabrück?

„Zu Hause ist es doch am schönsten“ ist ein altes Sprichwort. Ich bin in Osnabrück geboren, habe dort die Schule besucht, den Zivildienst absolviert, einige Jahre dort in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet und meine Familie und Freunde sind eng mit dieser Stadt verbunden. So gern mich das Fernweh immer wieder in andere Regionen und Länder zieht, freue ich mich einfach jedes Mal auf mein zu Hause – und das wird immer Osnabrück bleiben, auch wenn ich vielleicht nicht immer hier leben werde. Der Aspekt, dass ich beruflich mit dem ime wieder in meine Studienheimat Bielefeld zurückgekehrt bin und der Trainerjob viele Reisetätigkeiten mit sich bringt, gibt mir zudem die notwendige Distanz zu Osnabrück, die manchmal auch gut tun kann.

 

Welche drei Worte beschreiben dich am besten?

Neugierig. Offen. Kritisch.

 

Was findest du total überbewertet?

Planbarkeit. „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“, sagte angeblich schon John Lennon. Wir alle sind letztendlich in komplexe dynamische Systeme eingebunden, deren Funktionsweisen wir nur ganz schwierig verstehen und kaum vorhersehen können. Das fängt beim Wetter an, geht über die Börsenkurse und hört bei uns selbst auf, denn unser Gehirn ist ebenso ein solches System. Einfache Ursache-Wirkungsprinzipien gibt es nicht. Sicher kann man sich im Privaten und im Beruf Ziele setzen und diese mit einem systematischen Plan verfolgen. Dennoch müssen wir lernen, schnell auf Veränderungen zu reagieren und zur Not den Plan komplett zu verwerfen. Vielleicht ist das Thema Big-Data bald so ausgereift, dass wir fundierte Vorhersagen machen können, aber bis dahin bleibt uns in komplexen Entscheidungssituationen, die statistisch nicht zuverlässig zu erfassen sind, nur unser phylogenetischer Trick 17 – die Intuition!

 

Wer ist dein Vorbild?

Eine einzige, spezielle Person, die ich als mein Idol bezeichnen könnte, gibt es nicht. Dennoch beeindrucken mich vor allem Lebensgeschichten von Menschen, die aus einfachen Verhältnissen kommen und es aus eigener Kraft geschafft haben, sich ein facettenreiches, buntes Leben aufzubauen. Dazu zählen beispielsweise der Nobelpreisträger Eric Kandel, der ehemalige Basketballspieler und Unternehmer Magic Johnson oder auch Barack Obama.

 

Eine Lebensgeschichte, die mich besonders inspiriert hat, ist die von Dr. Eric Thomas. Eric Thomas ist in einem sozialen Brennpunkt in Detroit aufgewachsen, hat später die High-School ohne Abschluss verlassen und zwischenzeitlich sogar auf der Straße gelebt. Trotzdem hat er es später geschafft, die Universität zu besuchen, sich als Coach und Speaker zu positionieren, sein eigenes Unternehmen aufzubauen und letztendlich auch zu promovieren. Gleichzeitig ist er nach eigener Aussage ein glücklich verheirateter Familienvater, was ich sehr sympathisch finde. Auch wenn ich seinen Trainerstil, zumindest für europäische Verhältnisse, ein wenig zu „marktschreierisch“ halte, sein Lebensweg hat mir schon imponiert.

 

Wie verbringst du deine Wochenenden?

Ich verbringe das Wochenende gern mit meiner Familie und Freunden. Ansonsten vertreibe ich mir gern die Zeit mit „klassischen“ Hobbies. Sport und leckeres Essen – natürlich auch das vorangehende Kochen – sind mir für meinen Ausgleich sehr wichtig, genauso wie das Lesen guter Sachbücher.

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