Was bewegt die Manager der Generation Y?

Wer früher Karriere machen wollte, war vor allem an einem hohen Gehalt und einer sicheren Position im Unternehmen interessiert. Der Job stand über allem. In einer kürzlich von dem Beratungsunternehmen Odgers Berndtson veröffentlichten groß angelegten Studie, dem Manager- Barometer 2012, kam heraus, dass die nachrückende Generation der jungen Führungskräfte jedoch anders tickt. Karriere machen allein wird nicht (mehr?) als Garant für berufliche Erfüllung gesehen, sondern abwechslungsreiche Inhalte sind für sie von zentraler Bedeutung. Das Selbstbewusstsein steigt – die Bereitschaft (Führungs-)Verantwortung zu übernehmen ist jedoch rückläufig. Im Mittelpunkt der Generation Y – Manager um die 30 steht vielmehr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, berufsbedingte Ortswechsel werden nicht (mehr?) leichtfertig in Kauf genommen. Die Work-Life-Balance allgemein hat einen hohen Stellenwert.

 

Für die PE-Abteilungen setzt damit ein Umdenken ein: In manchen Unternehmen werden flexiblere Arbeitszeiten eingeführt, teamübergreifendes Arbeiten ermöglicht und die Anwesenheitskultur gelockert.

 

Doch die grundsätzliche Frage bleibt ungelöst: Wenn Positionen in der Führungsebene früher alleine schon wegen monetärer Anreize und Incentives interessant waren, was kann sie dann für die heutige Generation reizvoller machen? Für jene, für die ja nach den jüngsten Erkenntnissen vor allem zählt sich selbst zu verwirklichen. Wie kann man die weltgewandten und offenen jungen Mitarbeiter wieder dazu bewegen auch Verantwortung zu übernehmen und sich trotz der permanenten medialen Reize auch einmal nur auf eine Sache zu konzentrieren? Und schließt es sich tatsächlich aus, dass man Führungskraft ist und gleichzeitig inhaltlich das tut, was einen interessiert …?

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